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„Fühle mich betrogen“ - So geht es den USA vor den Midterms

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20.10.2026

Als US-Präsident Donald Trump Anfang des Monats seine Wahlkampftour startete, sagte er etwas, das aufhorchen ließ. Vor Mitarbeitern eines Lastwagen-Herstellers im texanischen Denton lobte er wie gewohnt seine eigene Politik, betonte aber auch, dass die Öffentlichkeitsarbeit schlecht laufe. Man leiste „phänomenale Arbeit“, verkaufe diese aber vielleicht nicht gut. Fehler an seiner Führung des Landes räumte Trump damit zwar nicht ein. Es war jedoch ein seltener Moment des öffentlichen Eingeständnisses, dass seine Politik in den USA gerade nicht so gut ankommt.

Inzwischen sind die wichtigen Kongresswahlen am 3. November nur noch zwei Wochen entfernt - und die Beliebtheitswerte des Präsidenten sind nach wie vor schlecht. Viele seiner Landsleute sind unzufrieden, fühlen sich mit ihren Sorgen alleine gelassen. Was sind aus ihrer Sicht gerade die größten Probleme im Land? Und was hat Trump damit zu tun?

Hohe Lebenshaltungskosten belasten US-Amerikaner

Die wirtschaftliche Unsicherheit und die hohen Lebenshaltungskosten gehören aktuell zu den größten Sorgen der US-Amerikanerinnen und -Amerikaner. Laut einer repräsentativen Umfrage des Forschungsinstituts Pew Research Center, die im Juli und August durchgeführt wurde, spüren viele die Folgen finanzieller Belastungen unmittelbar: Mehr als die Hälfte verfügt nicht über ausreichende Rücklagen, um drei Monate ohne Einkommen auszukommen. Gut jeder Vierte kann seine monatlichen Rechnungen nicht vollständig bezahlen.

Ob Miete, Lebensmittel, Transport oder Gesundheitsversorgung - ein erheblicher Teil der Befragten hat Schwierigkeiten, grundlegende Ausgaben zu finanzieren. Hinzu kommen Sorgen um die Altersvorsorge und Schulden.

Viele Bürgerinnen und Bürger machen Trump selbst für die hohen Lebenshaltungskosten verantwortlich. Das zeigt........

© Südkurier