Vorgeschmack auf die große Landesausstellung: Gailingens jüdische Geschichte wirkt bis Stuttgart
Ein Hauseingang, ein Türrahmen, ein schmiedeeisernes Geländer, scheinbar unscheinbare Details können zu Zeugen einer bewegten Vergangenheit werden. Die Sonderausstellung „AugenBlicke – Zeichen jüdischen Lebens in Gailingen“ mit Fotografien von Martin Schweingruber macht solche Spuren sichtbar. Sie wurde im Jüdischen Museum Gailingen feierlich eröffnet und ist dort über ein Jahr bis zum 28. November 2027 zu sehen. 83 Fotografien sind das Ergebnis einer intensiven Spurensuche, auf die sich Martin Schweingruber von September 2025 bis Juli 2026 in Gailingen begeben hat. Seine Kamera richtet den Blick auf architektonische Details ehemaliger jüdischer Wohnhäuser, Objekte und Archivalien des Museums, den Jüdischen Friedhof sowie Szenen heutiger Erinnerungsarbeit. Schwarzweiß- und Farbfotografien erzählen dabei nicht nur von einer einst lebendigen jüdischen Alltagswelt. Sie verweisen auf Menschen, die Gailingen wirtschaftlich, kulturell und gesellschaftlich mitgestalteten und zugleich auf Ausgrenzung, Verfolgung und Verlust.
Die Bedeutung jüdischer Geschichte für Gailingen
Bürgermeister Thomas Auer betont die Bedeutung der jüdischen Geschichte für die Identität Gailingens. Sie habe Mitte des 17. Jahrhunderts begonnen und trotz mancher........
