Klasse!-Auftakt in Singen: Schüler lernen, sich in der digitalen Welt zurechtzufinden
„Wer von euch hat ein eigenes Handy?“ Bob Blume schaut ins Publikum. Zahlreiche Hände schießen nach oben – etwa zwei Drittel der Schüler in der Stadthalle Singen melden sich. Die Kinder der Klassenstufen 4 bis 6 sind schon mitten in der digitalen Welt angekommen. Dann erscheint auf der Leinwand eine Zahlenkombination: 6/7. Sofort schallt es aus dem Publikum: „Six, Seven!“ Die Kinder lachen, rufen durcheinander, einige machen die dazugehörige Handbewegung. Bob Blume muss den viralen Internettrend nicht erklären. Er hat auch so gezeigt, wie stark solche Trends unsere Sprache und unser Verhalten beeinflussen können.
Einfluss der Medien und wie man damit umgeht – genau darum ging es am Montag, 5. Oktober, bei der Auftaktveranstaltung zum Medienprojekt Klasse! des SÜDKURIER in der Stadthalle Singen. Unter dem Motto: „Nachhilfestunde mit dem Netzlehrer: So können Schüler und Lehrer Fakes entlarven“ sprach Lehrer und Bildungsinfluencer Bob Blume vor insgesamt 620 Schülern und Lehrern aus 28 verschiedenen Klassen über die Arten von Täuschung, die einem heutzutage im Internet begegnen.
Zum ersten Mal nehmen auch Grundschüler an Klasse!-Veranstaltung teil
Erstmals richtete sich die Veranstaltung dabei auch an die Klassenstufen vier bis sechs, um beim Thema Medienkompetenz von Schülern früh anzusetzen – aber auch um Lehrern Anreize für den Unterricht zu geben. Während am Morgen die jüngeren Klassenstufen an der Reihe waren, folgten am Vormittag Schüler ab Klasse 7.
SÜDKURIER-Chefredakteur Stefan Lutz betonte in seiner Begrüßungsrede, dass junge Menschen Studien zufolge mehr über Medienkompetenz lernen wollten. Das stimme ihn angesichts wachsender Gefahren hoffnungsvoll. Lutz hob zudem die Bedeutung des Klasse!-Projekts hervor. „Im........
