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Reise ins Winterquartier vorerst gescheitert: Flug der Waldrappe muss abgebrochen werden

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19.08.2026

Als sich die kleine Radlergruppe von Singen auf den Weg nach Binningen macht, ist es an diesem Morgen noch dunkel. Seit Tagen haben sie auf das Spektakel am Segelflugplatz gewartet: Den Aufbruch von 30 jungen Waldrappe zu ihrem Winterquartier in Andalusien. Doch zuerst kam der Regen, dann starker Wind. Selbst bis in die frühen Morgenstunden am Mittwoch war noch nicht sicher, ob die Reise beginnen würde. Um 5.20 Uhr dann die Nachricht auf der Homepage „waldrapp.eu“, dass man es wagen würde. Also Ende gut, alles gut? – Noch nicht ganz.

Als die Singener Radler um 6.30 Uhr am Binninger Flughafen eintreffen, herrscht dort schon rege Gespanntheit. Viele der Anwesenden haben die Handaufzucht der 30 Küken in den vergangenen Wochen aus gemessener Entfernung beobachtet. Manche haben Patenschaften für einen Vogel übernommen. Alle Tiere haben Namen und 26 sind mit einem Sender ausgestattet. So kann das Waldrappteam ihre Bewegung verfolgen und später ihre Standorte bestimmen. „Vier Vögel haben den Sender nicht toleriert“, erklärt die Campleiterin Amelie Muntschick. Vielleicht würden sie aber auf der langen Reise nach Andalusien den Fremdkörper dann doch noch akzeptieren, so die Hoffnung. Bis zum Ziel sind die Vögel noch im Verbund, weil sie von ihren Ziehmüttern und dem Gründer des Waldrapp-Projektes, Johannes Fritz, im Ultra-Leichtfluggerät nach Spanien begleitet werden. Ein 60 Quadratmeter großer, gelber Gleitschirm bietet den Vögeln Orientierung. Der Schirm hängt an einem offenen Gefährt, das durch einen großen Propeller angetrieben wird. 

Ziel der aufwendigen........

© Südkurier