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Schüler werden für das Thema Radikalisierung sensibilisiert

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18.03.2026

Mit einem Theaterstück ist an der Gemeinschaftsschule Stetten am kalten Markt der Startschuss zur Auseinandersetzung mit dem Thema Radikalisierung gefallen. Für alle Schülerinnen und Schüler der neunten und zehnten Klassen wurde das Theaterstück „Achtung?!" des Theaters Q-Rage aus Ludwigsburg aufgeführt. Ziel der Veranstaltungsreihe ist es, Jugendliche für die Gefahren von Radikalisierung zu sensibilisieren und ihnen die Wege aufzuzeigen, wie entsprechende Entwicklungen entstehen können.

Radikalisierung beginnt meist schleichend

Das Theaterstück thematisierte, wie junge Menschen in extremistische Szenen hineingeraten können und welche Mechanismen dabei eine Rolle spielen. In eindrucksvollen Szenen zeigten die Darsteller, wie Unsicherheit, Ausgrenzung oder die Suche nach Zugehörigkeit von radikalen Gruppen ausgenutzt werden können. Dabei wurde deutlich, dass Radikalisierung häufig schleichend beginnt und sich zunächst im Alltag oder im Internet entwickelt.

Besonders eindrücklich war die interaktive Gestaltung der Aufführung: Immer wieder gingen die Schauspieler zwischen den einzelnen Szenen in den direkten Dialog mit den Schülern. Dadurch wurden die Jugendlichen aktiv in das Geschehen einbezogen und konnten ihre Einschätzungen unmittelbar einbringen.

Junge Menschen frühzeitig sensibilisieren

Nicht nur Lehrkräfte, sondern auch Schulsozialarbeiter Leonhard Löffler betone, „wie wichtig solche Projekte für die politische Bildung und Prävention“ seien: „Gerade in Zeiten sozialer Medien ist es entscheidend, junge Menschen frühzeitig für Manipulation, extremistische Ideologien und einfache Antworten auf komplexe Probleme zu sensibilisieren.“

Das Theaterstück markierte den Auftakt einer Reihe von verschiedenen Formaten des Projekts, mit denen sich die neunten und zehnten Klassen der Gemeinschaftsschule intensiv mit dem Thema Radikalisierung beschäftigen werden: „Dazu gehören unter anderem die Nachbereitung des Theaterstücks durch externe Partner sowie Workshops für die Klassenstufen neun und zehn“, erklärt der Schulsozialberater.

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© Südkurier