Matthias Boden neuer Vorsitzender des Ortsvereins
Einen fundamentalen Wechsel hat der DRK-Ortsverein Heuberg-Donautal bei seiner Hauptversammlung im Stettener Soldatenheim vollzogen. In bestem Einvernehmen übergab Bürgermeister Maik Lehn den Vorsitz an Matthias Boden, der zusammen mit seiner Frau Heidi die vergangenen 24 Jahre mit viel Herzblut die Bereitschaftsleitung des Ortsvereins innehatte. Deren wichtiges Amt hat nun Michael Janßen übernommen, dem künftig vier Stellvertreter tatkräftig zur Seite stehen.
Verdienste des Ehepaars Boden gewürdigt
Die Versammlung stand ganz im Zeichen der umfangreichen Wahlen und des damit einhergehenden personellen Umbruchs, in dessen Folge natürlich diverse Ehrungen ausgesprochen wurden. Allen voran wurde das Ehepaar Matthias und Heidi Boden zu Ehrenbereitschaftsführern des DRK-Ortsvereins Heuberg-Donautal ernannt. Dabei war es Kreisbereitschaftsleiter Ralph Grad und Bodens langjähriger Stellvertreter, Frank Steinbrück, vorbehalten, die umfangreichen Verdienste des Ehepaars Boden zu würdigen und in den Vordergrund zu stellen. Beide hoben das „außergewöhnliche Engagement“ der beiden ausscheidenden Bereitschaftsleiter hervor, die diese über mehr als zwei Jahrzehnte an den Tag gelegt hatten: „Sechs Wahlperioden lang eindrucksvoll im Amt bestätigt zu werden, das spricht für sich“, sagte Steinbrück und ließ einige Meilensteine dieser Zeit Revue passieren, die letztlich darin gemündet hätten, beim Kreisverband den Antrag auf Ernennung zum Ehrenbereitschaftsleiter zu stellen: „Es ist mir eine große Ehre, die seltene Auszeichnung auszusprechen“, erklärte Kreisbereitschaftsleiter Ralph Grad und dankte für das herausragende Engagement.
Bereits davor hatte die Versammlung bei den anstehenden Neuwahlen die Zusammensetzung des Vorstandes umgekrempelt. So übergab Bürgermeister Maik Lehn den Vorsitz an Matthias Boden. Astrid Lübs und Michael Janßen schieden als Beisitzer aus. Deren Ämter übernahmen Frank und Melanie Steinbrück, wobei Melanie ihr Amt als stellvertretende Bereitschaftsleiterin abgab. Schriftführerin Heidi Boden und Schatzmeisterin Sabrina Müller wurden wiedergewählt. Jugendleiter Florian Boden übergab sein Amt an Benedikt Fraune, dem Joshua Hehnle und Clarissa Fraune als Stellvertreter zur Seite stehen. Nachdem sich die Bereitschaft im Vorfeld komplett neu aufgestellt hatte, oblag es der Versammlung, das neue Team als Vorstandsangehörige zu bestätigen. Die Bereitschaft wird jetzt von Michael Janßen geleitet, während Frank Steinbrück, Kamil Bohatkeiwicz, Markus Schlaich und David Rupp als seine Stellvertreter fungieren.
Der stellvertretenden Präsidentin des DRK-Kreisverbandes, Roswith Beck, war es vorbehalten, weitere Ehrungen auszusprechen, wobei die Auszeichnung für die nicht anwesenden Elfriede Frey für 55 Jahre Dienstzeit herausragte. Wie der Bürgermeister nutzte auch Beck die Gelegenheit, allen Aktiven für ihr ehrenamtliches Engagement ganz herzlich zu danken. Wie arbeits- und umfangreich dieses im vergangenen Jahr ausgefallen war, war aus den ausführlichen Berichten der einzelnen Sparten hervorgegangen. Auffallend war, dass nicht nur die Einsätze zu Ernstfällen gegenüber den Vorjahren deutlich angestiegen: „147 Alarmierungen zu Ernstfällen sind für uns einsamer Rekord“, sagte Matthias Boden in seinem letzten Bericht. Auch die gesammelten Blutspenden waren erfreulicherweise angestiegen. Mehr als 350 Stunden hat die Bereitschaft in Aus- und Fortbildung investiert und 395 Einsatzstunden in Sanitätswachdiensten geleistet. Zahlen, die das Engagement der Mitglieder unterstreichen, und denen der Dank des Vorsitzenden und der Versammlung galt.
Geringe Mitgliederzahl führt zur Auflösung
Neben Jugendleiter Florian Boden gab auch der Leiter der Sektion „DRK-Wasserwacht“, Sascha Kuhblank, seinen letzten Bericht. Mit nur noch vier aktiven Mitgliedern sei es schwer den Betrieb aufrechtzuerhalten, berichtete er, weswegen man sich entschlossen habe, sich der Wasserwacht des Zollernalbkreises anzuschließen: „Ich stelle daher den Antrag, die Abteilung Wasserwacht im hiesigen Ortsvereins aufzulösen“, sagte er, nicht ohne sich für die bisherige „sehr gute Zusammenarbeit“ zu bedanken. Dass die Versammlung dem Ansinnen vorbehaltlos zustimmte, war reine Formsache, wenngleich der Verlust bedauert wurde. Mit launigen Grußworten befreundeter Blaulichtfraktionen sowie einer beeindruckenden Bildershow mit Rückblicken auf die vergangenen Jahrzehnte ging die harmonisch verlaufende Versammlung zum gemütlichen Teil des Abends über.
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