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Die ersten Boote setzen schon auf: So wirkt sich das Niedrigwasser am Untersee aus

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10.07.2026

Der wärmste Juni seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen in Deutschland fordert nun auch am größten See Deutschlands seinen Tribut. Ebenso wie die Temperaturen kann man auch beim Pegelstand in Konstanz und in Radolfzell von einem historischen Wert zu dieser Jahreszeit sprechen. Während das für Badende lediglich bedeutet, dass sie eine längere Distanz über den oftmals unwegsamen Kiesbereich zurücklegen müssen, um in das Wasser zu gelangen, kratzt der Niedrigstand an der Existenz der Boote auf dem See. Zumindest an denen mit einem größeren Tiefgang.

„Die ersten Boote setzten schon auf“, berichtet in diesem Zusammenhang Ernst Martin, einer der beiden Hafenmeister im Radolfzeller Hafen des Vereins „Wäschbruck“. Aktuell liegt die Wassertiefe im normalerweise wassersicheren Wäschbruck-Hafen bei gerade einmal 1,30 bis 1,60 Meter. Da wird es für größere Segelboote wie das vereinseigene Boot, das direkt am nördlichen Rand des Hafens liegt, bereits knapp.

Bei Ernst Martin sorgt der niedrige Pegelstand wie auch bei seinen Kollegen in Moos und anderswo am Untersee für ein ungewöhnlich hohes Arbeitsaufkommen. Sie jonglieren förmlich mit ihren vorhandenen Liegeplätzen, um den Bootseignern........

© Südkurier