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Arbeiten mit Migräne? Für ihn wäre die neue Attestpflicht ein Risiko

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11.08.2026

Jahre hat es gedauert, bis Gregor Schley gelernt hat, mit seiner Migräne zu leben: Dank der Möglichkeit, im Homeoffice zu arbeiten, sich bei Bedarf zurückzuziehen und seinen Arbeitsalltag selbstständiger zu gestalten, konnte er trotz der neurologischen Erkrankung im Beruf bleiben. Doch nun gerät dieses fragile Gleichgewicht ins Wanken. Seine Abteilung will das Homeoffice abschaffen. Gleichzeitig sieht der neue Plan der Bundesregierung vor, dass Beschäftigte bereits ab dem ersten Krankheitstag ein ärztliches Attest vorlegen müssen. Für den Vater ist das eine Belastung. Er weiß aus eigener Erfahrung, dass das seine Migräne verschlimmern könnte – und fürchtet, dass genau die Bedingungen wegfallen, die es ihm bislang ermöglicht haben, Migräne mit Beruf und Familie zu vereinbaren.

Und da kommt die „Hürde“ Attestpflicht ins Spiel, wie Schley sie bezeichnet. Nicht, weil der Weg zu seinem Hausarzt weit wäre – die Praxis liegt nur etwa zehn Minuten zu Fuß entfernt. Vielmehr gehe es darum, wegen eines einzelnen Tages den gesamten Krankschreibungsprozess in Gang setzen zu müssen. „Zu wissen, dass ich mich für einen Tag beim Hausarzt krankschreiben lassen muss, wird in zwei Drittel der Fälle dazu führen, dass ich es nicht machen werde“, sagt er. Dabei spiele auch das Risiko,........

© Südkurier