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Sudan-Konferenz sucht Wege aus der humanitären Katastrophe

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15.04.2026

Drei Jahre nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan nehmen Spitzenpolitiker aus Europa und Afrika sowie Vertreter ziviler Gruppen einen neuen Anlauf hin zu einer Friedenslösung für den blutigen Konflikt. Die internationale Sudan-Konferenz in Berlin soll auch dafür sorgen, dass die laut UN aktuell größte humanitäre Krise weltweit angesichts der Kriege im Iran und der Ukraine nicht aus dem Blick der Öffentlichkeit gerät. Ein Durchbruch hin zu einem Waffenstillstand wird nicht erwartet.

Die bislang dritte Sudan-Konferenz nach Treffen in Paris und London wird von der Bundesregierung zusammen mit Großbritannien, Frankreich, den USA sowie der Europäischen und Afrikanischen Union ausgerichtet. Die Veranstaltung am dritten Jahrestag des Beginns des Konflikts besteht aus einem Treffen von Außenministern, einer humanitären Konferenz mit Finanzierungszusagen und einer Zusammenkunft ziviler Akteure, um einen Friedensfahrplan auszuhandeln.

Insgesamt sind 120 Delegationen ins Auswärtige Amt eingeladen, etwa 60 davon aus der Zivilgesellschaft. Von den Beratungen der zivilen Vertreter aus dem Sudan wie aus dem Exil verspricht man sich in Berlin viel. Die Gefahr sei groß, dass am Ende sonst erneut militärische Kräfte die Macht übernehmen würden, wird gewarnt. In Paris hatte es humanitäre........

© Südkurier