„Vorher war man ein Wir“ – Wie Witwen und Witwer jedes Alters sich im Kreis Konstanz austauschen
Jeder macht im Leben eines Tages die Erfahrung, einen geliebten Menschen durch den Tod zu verlieren. Viele werden in dieser emotional aufwühlenden Situation durch ein soziales Netz aus Familie und Freunden aufgefangen. Professionelle Begleitung und Beratung bieten die Hospizvereine im Kreis Konstanz. Der SÜDKURIER sprach mit Vertreterinnen der Einrichtungen in Konstanz und Radolfzell. Anlass ist der Internationale Tag der Witwen am 23. Juni.
Beim Hospizverein Konstanz richten sich die Trauerangebote an Betroffene aller Altersgruppen: Erwachsene nach Partnerverlust, plötzlich Alleinerziehende, Eltern nach dem Tod eines Kindes sowie an Kinder und Jugendliche. Für Menschen, die den Suizid einer Person verarbeiten müssen, gibt es ein eigenes Format. Speziell Witwen, aber auch Witwer, stehen beim Konstanzer Hospizverein im Fokus zweier Gruppen: „Eltern sein allein“, begleitet von Alexandra Maigler, die die Kinder- und Jugendhospizarbeit leitet, sowie von Julia Reuter als Moderatorin. Sie bieten das nächste Mal am 8. November ein Treffen an.
Zudem startet im Herbst eine neue Gruppe für Menschen jedes Alters nach Partnerverlust. „Witwen und Witwer haben je nach Alter ähnliche Themen: Jüngere mit Kindern beschäftigen eher die Erziehung, das Funktionieren-Müssen und Finanzielles, aber auch ein möglicher neuer Partner, wenn der Großteil des Lebens noch vor ihnen liegt. Bei Älteren geht es um Einsamkeit“, erzählt Petra Hinderer aus jahrzehntelanger Erfahrung.
Hospizverein Konstanz begleitet junge Trauernde
Was die Vorsitzende des Konstanzer Hospizvereins immer wieder........
