Wie das Trauer-Café in Konstanz vielen Menschen hilft: „Es ist keine Schande, Tränen zu zeigen“
Sie wollte einkaufen. Doch sie konnte es nicht. Nicht hier. Denn üblicherweise machte das ihr Mann, genau in diesem Geschäft. Doch er war nicht mehr da. Der 64-Jährige war völlig unerwartet durch ein Aneurysma (Riss in der Arterie) gestorben. Für die heute 63-jährige Ulrike Gehring-Fleig ein Schock. Für sie sah die Welt düster und grau aus. Im Trauer-Café des Hospizvereins änderte sie die Sichtweise. Und vor allem erlebte sie: „Du bist nicht allein.“
Ulrike Gehring-Fleig hat erfahren, dass einige Menschen mit Tod und Trauer überhaupt nicht umgehen können. „Die Leute sind mir ausgewichen.“ Manche brachen in Tränen aus, wenn sie hörten, was passiert war. Die Frau musste sie dann trösten. Dabei konnte sie kaum den Alltag bewältigen: „Man fällt aus dem normalen Leben heraus. Die Trauer kommt in Wellen und zerbröselt einen.“ Sie sei so dankbar gewesen über einen Nachbar, der half, indem er Töpfe voller Suppe vor ihre Türe stellte.
Besucher finden Trost beim Austausch über Verluste
Ein paar Monate nach dem Tod ihres Mannes macht sie mit sich aus, einmal das Trauer-Café zu besuchen. Einen Kaffee und einen Kuchen wollte sie........
