Top-Ökonom warnt: Ölkonzerne verdienen am Tankrabatt
Spitzen-Ökonom Achim Wambach rechnet mit den Beschlüssen der Bundesregierung zur Eindämmung der hohen Sprit-Preise ab. Der Präsident des Mannheimer ZEW-Leibniz-Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung kritisierte in einem Interview mit unserer Redaktion: „Der Tankrabatt führt zu mehr Autofahrten auf Kosten des Steuerzahlers. Und auch die 12-Uhr-Regel nach österreichischem Modell ist aktionistisch.“
Seit 1. April dürfen Tankstellen lediglich einmal am Tag um 12 Uhr mittags die Preise für Kraftstoffe nach oben schrauben, während Preissenkungen jederzeit möglich sind. Forschende des ZEW-Instituts und des Düsseldorfer Instituts für Wettbewerbsökonomie haben indes herausgefunden, dass die Margen für Benzin nach Inkrafttreten der Regelung um im Schnitt sechs Cent pro Liter nach oben geschnellt sind. Für den Ökonomen ist das ein klarerer Fall: „Ich halte die Einführung der 12-Uhr-Regelung wie auch den Beschluss für den Tankrabatt für falsch. Beide wurden gemacht, um Handlungsfähigkeit zu signalisieren. Gehandelt wurde, aber in die falsche Richtung.“
Beim Tankrabatt sieht der Professor, der am Mittwoch beim Zweiten Schwäbischen Wirtschaftsgipfel unserer Redaktion in Augsburg die Lage der deutschen Wirtschaft analysiert, eine weitere Gefahr: „Diese Senkung der........
