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Chinas Marsch in die Flaute drückt Deutschlands Industrie

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04.08.2026

Wachsende wirtschaftliche Probleme in China verschärfen die Not der deutschen Industrie: Da die Geschäfte in China nicht gut laufen, suchen etliche Industrieunternehmen aus der Volksrepublik ihr Heil in immer weiter steigenden Exporten. Das ist eine doppelt schlechte Nachricht für deutsche Firmen: Sie verlieren nicht nur in China selbst Marktanteile, sondern auch in der restlichen Welt, einschließlich Europas.

Ökonomen und Finanzfachleute diskutieren, ob China auf eine „Japanifizierung“ zusteuert: eine potenziell jahrzehntelange Stagnation, wie sie Japan ab den 1990er Jahre erlitt, nachdem das Land zuvor einen rasanten Wirtschaftsaufschwung erlebt hatte, dessen Ende mit dem Platzen einer Immobilienblase eingeleitet wurde.

Wenn Chinas Wirtschaft stockt, hat das globale Folgen. Schon jetzt belastet die schwache Nachfrage in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt das Geschäft chinesischer und ausländischer Firmen. „Wir rechnen nicht mit einer deutlichen Besserung der Binnenwirtschaft in naher Zukunft“, sagt Oliver Oehms. Der Chef der deutschen Auslandshandelskammer (AHK) in Nordchina verweist auf den in diesem Jahr verabschiedeten Fünfjahresplan Pekings. China setze weiterhin vor allem auf die Verbesserung der Angebotsseite, anstatt Anreize für mehr Nachfrage zu schaffen, sagt Oehms.

Warum Chinas Wirtschaft stockt

Doch was sind die Gründe der chinesischen Flaute? Es klingt eigenartig: In China wurde zu viel investiert. „In Deutschland belaufen sich die öffentlichen Investitionen auf ungefähr fünfzehn Prozent der Gesamtinvestitionen“, sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. „In China ist das Verhältnis umgekehrt, da sind die öffentlichen........

© Südkurier