Wer kommt nach Macron?
Nach zwei Mandaten von jeweils fünf Jahren kann Frankreichs Präsident Emmanuel Macron im kommenden Jahr nicht ein drittes Mal in Folge antreten. Für den Urnengang im April bringen sich längst potenzielle Nachfolgerinnen und Nachfolger in Position. Wer die Favoriten sein werden, ist noch nicht ausgemacht. Nur eines erscheint aktuell relativ sicher: Wen auch immer der rechtsextreme Rassemblement National (RN) ins Rennen schickt, er oder sie dürfte die Stichwahl erreichen. Umfragen sehen sowohl die Fraktionschefin Marine Le Pen als auch den Parteivorsitzenden Jordan Bardella zumindest in der ersten Runde vorn.
Die Frage der RN-Kandidatur entscheidet sich am 9. Juli. Dann gibt das Berufungsgericht von Paris die Strafe gegen Le Pen im Prozess wegen der Veruntreuung von EU-Geldern bekannt. Sollte das Strafmaß aus erster Instanz, nämlich fünf Jahre Nichtwählbarkeit, bestätigt werden, darf sie nicht kandidieren. Die 57-Jährige hat zwar angekündigt, auch bei einer Verurteilung zum Hausarrest mit Fußfessel nicht anzutreten. Doch der Weg für Bardella, der gerade bei jüngeren Leuten ohnehin schon beliebter ist als sie, wäre dann auch formal endgültig frei.
Édouard Philippe geht seine Kandidatur systematisch an
Durch sein höfliches Auftreten versucht er, der einst von........
