Die SPD und ihr Vorsitzenden-Problem: Wie Spekulationen um Schwesig zum Wahl-Risiko werden
Es ist bezeichnend für die aktuelle Krise der SPD, dass jetzt sogar einer der wenigen Lichtblicke zum Problem wird. Weil Manuela Schwesig als eine der beliebtesten Sozialdemokratinnen gute Chancen hat, Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern zu bleiben, wünschen viele Genossinnen und Genossen sie sich nämlich auch als künftige Bundes-Chefin ihrer darbenden Partei. Doch wenn Schwesigs Zukunft im Berliner Willy-Brandt-Haus liegt und nicht in der Schweriner Staatskanzlei – warum sollten die Menschen an der Ostseeküste sie dann am 20. September überhaupt wählen? Diese Frage, brandgefährlich für die komplett auf die Person Schwesig zugeschnittene SPD-Kampagne, warfen jedenfalls die Grünen auf. Die befinden sich derzeit in der Opposition gegen Schwesigs rot-rote Regierung, könnten aber bald als Koalitionspartner gefragt sein – wenn sie den Wiedereinzug in den Landtag schaffen.
Grüne sorgen für akute Erklärungsnot
Schwesig müsse sich zu ihren Plänen erklären, forderten die Landtags-Grünen. Das tat die Ministerpräsidentin, die mit der SPD den Demoskopen zufolge auf Rang zwei hinter der AfD liegt, ihr Amt aber etwa in einem Bündnis mit Linken und Grünen retten könnte, dann auch rasch. Beim Wahlkampf in der........
