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Arbeitnehmer kalt erwischt? Kritik an Klingbeils neuen Steuer-Plänen

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09.08.2026

Die Bundesregierung hat bei der angekündigten Reform der Einkommensteuer eine Entlastung der Bürgerinnen und Bürger in den kommenden beiden Jahren in Höhe von rund zehn Milliarden Euro versprochen. In einem Gesetzentwurf aus dem von Lars Klingbeil (SPD) geführten Bundesfinanzministerium, der unserer Redaktion vorliegt, fehlt nun ein entscheidendes Detail, das die Entlastung deutlich schrumpfen lassen könnte. Entsprechend scharf fiel am Wochenende die Kritik aus. Reiner Holznagel, der Präsident des Bundes der Steuerzahler, sagte unserer Redaktion: „In einer Zeit, wo den Bürgerinnen und Bürgern immer Entlastungen versprochen werden, kann der Entwurf eigentlich nur als Scherz oder Provokation angesehen werden.“ Auch aus der Politik kommt massiver Widerspruch.

Weniger Kaufkraft trotz Gehaltserhöhung?

Grund ist, dass in dem Papier derzeit kein Ausgleich der sogenannten kalten Progression vorgesehen ist. Die liegt vor, wenn Lohnerhöhungen, die lediglich die Inflation ausgleichen, zu einer höheren Steuerbelastung führen – obwohl die reale Kaufkraft........

© Südkurier