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Von Veloroute bis Westviertel: So gelingt die Verkehrswende garantiert nicht

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06.03.2026

Von Veloroute bis Westviertel: So gelingt die Verkehrswende garantiert nicht

Von Veloroute bis Westviertel: So gelingt die Verkehrswende garantiert nicht

Dass wir den knappen Verkehrsraum fairer verteilen müssen, ist jedem klar. Auch dass dies nicht konfliktfrei lösbar ist. Umso mehr kommt es auf gute Kommunikation an. Doch die fehlt nach Meinung von Kolumnist Stefan M. Kob

Liebe Leserinnen und Leser,

im Märzen spannt nicht nur der Bauer seine Rösslein ein. Auch viele Drahtesel werden bei den derzeitigen frühsommerlichen Temperaturen instandgesetzt und fit für die erste Radtour gemacht. Doch schnell kommt die ernüchternde Erkenntnis: Radfahren in Solingen macht keinen Spaß. Wer nicht muss oder Mitglied im ADFC ist, dem ADAC auf zwei Rädern, beschränkt seine Ausflüge auf sonnige Wochenenden über die Trassen oder am Rhein.

Mit lästigen Steigungen im Bergischen hat das seit der Erfindung des E-Bikes weniger zu tun. Eher mit der Tatsache, dass das Auto in Solingen nach wie vor das dominierende Verkehrsmittel ist.

Wer je mit dem Pedelec am Schlagbaum unterwegs war, weiß, wovon die Rede ist. Die geplante Aufnahme Solingens in das Knotenpunktsystem des Radwegenetzes NRW ändert daran wenig. Nicht die Orientierung fehlt in erster Linie, sondern die Sicherheit.

Panisches Gesicht im rechten Außenspiegel

In unserer autogerechten Stadt empfinden Autofahrer Radler oft als Hindernisse, die am zügigen Vorankommen hindern. Mancher macht das deutlich, indem er beim Überholen den Abstand so weit verringert, dass Radfahrer ihr panisches Gesicht im rechten Außenspiegel sehen können.

Es fehlt an allem, was das Radeln in der Klingenstadt sicher und komfortabel machen würde: Radwege sind, wenn überhaupt vorhanden, Flickwerk: Sie sind........

© Solinger Tageblatt