Versuch und Irrtum in Wald: Was ist so schlimm daran, einen Fehler zuzugeben?
Kolumne - Versuch und Irrtum in Solingen-Wald: Was ist so schlimm daran, einen Fehler zuzugeben?
Versuch und Irrtum in Wald: Was ist so schlimm daran, einen Fehler zuzugeben?
Der Verkehrsversuch in Wald liegt auf Eis, auch aufgrund des öffentlichen Drucks. Gut so. Es spricht vieles dafür, auch künftig öfter mal zu sagen: „Sorry, das war Mist. Wir machen es besser.“ Findet jedenfalls ST-Lokalchef Björn Boch.
Liebe Leserinnen und Leser!
Kennen Sie diese Szene aus der 90er-Jahre-Comedyserie „Seinfeld“? Ein Kunde, der Hauptdarsteller, will bei einem Autoverleiher sein reserviertes Fahrzeug abholen. Der teilt ihm mit, dass es nicht verfügbar ist. Was den Kunden verwundert: Er hat es doch reserviert. Es folgt ein köstlicher Dialog darüber, was eine Reservierung ist. Und wie man sie korrekt umsetzt.
Beim aktuellen Solinger Pendant sind die Bürgerinnen und Bürger in Wald der Kunde. Und die Stadt ist der Autoverleiher. Es ist klar, was die Walder wollen: eine ruhigere Fußgängerzone. Die ist schon eingerichtet, wird aber zu oft von Autos genutzt und zu selten kontrolliert.
Der Wille ist da, die Umsetzung scheitert
Die Stadt sagt: „Wir haben verstanden.“ Sie nimmt die „Reservierung“ der Walder Kunden also entgegen. Die Umsetzung allerdings misslingt gründlich.
Das Handeln im Rathaus hat dabei ebenfalls Comedy-Potenzial, wenn auch mit einer Portion Tragödie. Das Tragische: Der Lieferverkehr wurde so eingeschränkt, dass Händler keine Waren bekamen und nicht arbeiten konnten. Alle, die das zum Beispiel mit Sondergenehmigungen hätten heilen können, waren offenbar im Sommerurlaub.
Und: Der Fahrradverkehr wurde eingeschränkt. Womit wir beim Komischen wären: Denn durch den Walder Ortskern führt ausgerechnet die Veloroute 1, Solingens Vorzeigeprojekt für Radfahrer. Ihnen hat die „Fahrradstadt Solingen“ den minzgrün eingefärbten........
