Trend Personenwahlkampf?: „Kandidaten können den Unterschied machen“
Trend Personenwahlkampf? „Kandidaten können den Unterschied machen“
Analyse | Berlin · Die Verlierer der Landtagswahl in Baden-Württemberg schieben ihre Niederlage auf das Duell zwischen Manuel Hagel und Cem Özdemir. Auch in Rheinland-Pfalz kommt es zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen. Sind Personen mittlerweile wichtiger als Parteien?
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Am Sonntag kommt es voraussichtlich zum Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Alexander Schweitzer (SPD, l.) und Gordon Schnieder (CDU) in der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz. (Archivbild)
Eine Volkspartei bei 5,5 Prozent, eine ehemalige Regierungspartei schafft es nicht mal ins Parlament: Beim Zweikampf von Manuel Hagel (CDU) gegen Cem Özdemir (Grüne) um den Ministerpräsidentenposten in Baden-Württemberg sind die anderen demokratischen Parteien unter die Räder gekommen. So lautete zumindest die Erklärung der eindeutigen Wahlverlierer FDP und SPD. SPD-Generalsekretär Tim Klüssendorf nannte am Tag nach der Wahl etwa die „Zuspitzung auf die Personenfrage“ als einen Grund für das historisch schlechteste Ergebnis für die Sozialdemokraten. Und auch für die am Sonntag anstehende Landtagswahl in Rheinland-Pfalz prophezeien sämtliche Umfragen ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem amtierenden Ministerpräsidenten Alexander Schweitzer (SPD) und Herausforderer Gordon Schnieder (CDU). Sind Personenwahlkämpfe also der neue Trend in Deutschland?
Sinkende Parteienbindung
Volksparteien Die Zahl der Menschen in Deutschland, die Mitglied einer Partei sind, nimmt schon länger ab. Die beiden traditionellen Volksparteien CDU und SPD verlieren seit 1990 fast durchgehend an Mitgliedern. Kleinere Anstiege können dem größeren Trend nichts........
