Klingbeil und die Spannungen mit den USA: „Mit Grönland war eine Grenze überschritten“
Klingbeil: „Mit Grönland war eine Grenze überschritten“
Klingbeil: „Mit Grönland war eine Grenze überschritten“
Klingbeil und die Spannungen mit den USA „Mit Grönland war eine Grenze überschritten“
Analyse | München · Die schwarz-rote Koalition erlebt die Spannungen mit der US-Regierung seit dem Amtsantritt. Auf der Sicherheitskonferenz zeigt sich, wie Kanzler Merz und Vizekanzler Klingbeil – beides überzeugte Transatlantiker – mit der Situation umgehen. Eine Beobachtung.
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Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) auf der Münchner Sicherheitskonferenz.
Zur Stellenbeschreibung eines SPD-Vorsitzenden gehört ein enges Verhältnis zu den USA nicht unbedingt dazu. Doch Lars Klingbeil hat aus seiner Verbundenheit zu den Vereinigten Staaten nie einen Hehl gemacht. Er hat den 11. September 2001, den schwärzesten Tag in der jüngeren US-Geschichte, in New York miterlebt. Es hat ihn tief geprägt.
Als Finanzminister und Vizekanzler war er einer der ersten der neuen Regierung, der Kontakte zur US-Administration aufnahm. Er reiste nach Washington, gab Pressekonferenzen – im Hintergrund die berühmte Kulisse des Weißen Hauses. Genau deshalb lässt sich die tiefe Enttäuschung der deutschen Regierungsspitze über das Verhältnis zu den USA unter Präsident Donald Trump an Klingbeil gut ablesen.
München, Februar 2026, Münchener Sicherheitskonferenz: Gerade hat US-Außenminister Marco Rubio seine mit Spannung erwartete Rede gehalten. Klingbeil ist nicht im Saal, sondern hat mit seinem Team die Rede im „German House“, in den Arbeitsräumen der deutschen Delegation, verfolgt, in Teilen mitgeschrieben.
Rubio ruft Europa auf, zusammen mit den USA an einem „neuen westlichen Jahrhundert“ zu arbeiten. „Wir gehören zusammen“, sagt er und wirbt um eine Kooperation. Gleichzeitig macht der Trump-Gesandte aber deutlich, dass die Europäer dafür ihren politischen Kurs ändern müssten. Der US-Minister bezeichnet die Korrektur einer unregulierten Handelspolitik und den Kampf gegen „Massenmigration“ als nötig, damit die Staaten nicht ihre Identität verlören. Die US-Regierung........
