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Abschied auf Raten von EU: Wie Merz und Klingbeil die Geduld mit Brüssel verlieren

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11.02.2026

Lars Klingbeil windet sich ein wenig: Nein, sein neu gegründetes Format sei natürlich kein Abgesang auf Europa, sagt der SPD-Finanzminister. Vielmehr gebe es viele in Europa, „die erleichtert sind, dass Deutschland eine Führungsrolle übernimmt“.

Es ist Ende Januar, kurz vor dem Koalitionsausschuss mit der Union im Kanzleramt. Im deutschen Finanzministerium sind die Minister Frankreichs, Italiens, der Niederlande, Polens und Spaniens beim Minister digital zusammengeschaltet. Premiere für das Format der E6 – auf Initiative von Klingbeil und seinem französischen Kollegen.

Und dann wird der Vizekanzler doch noch sehr deutlich: „Es geht nicht darum, für die anderen 27 zu entscheiden, sondern darum, Dinge zu lösen, die seit Jahren in der Eurogruppe oder im Ecofin (Wirtschafts- und Finanzrat) liegen und bei denen keiner bereit ist, sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Es geht darum, dass wir diesen Knoten durchschlagen.“

Nein, es ist kein Abgesang auf Europa. Aber ein Abschied auf Raten vom System Brüssel. Und damit auch eine Kampfansage an die EU-Kommission. Nächste Woche trifft sich die Gruppe zum ersten Mal auch persönlich in diesem Format.

Klingbeil war, so ist zu hören, in den Wochen zuvor nach stundenlangen Verhandlungen mit der EU-Kommission durchaus das ein oder........

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