Fußball-WM: Warum Nmecha und Tah mit ihrem Gebet so viele bewegen
Fußball-WM Warum Nmecha und Tah mit ihrem Gebet so viele bewegen
Felix Nmecha, Jonathan Tah und Spieler aus Curaçao nach dem Spiel gemeinsam am Mittelkreis.
Meinung | Düsseldorf · Eine freundliche Aktion nach dem Spiel – und plötzlich geht es um Glaube, Macht und Zugehörigkeit. Die Lage ist widersprüchlich: Organisierte Religion hat es in Deutschland so schwer wie lange nicht, aber für scheinheilige Zwecke wird sie gern vereinnahmt.
Diese Audioversion wurde künstlich generiert. Mehr Infos | Feedback senden
Jede Fußball-WM hat ihre Überraschungen; das ist keine Überraschung: X macht Furore, Y blamiert sich, Z scheitert tragisch. Jede Fußball-WM hat auch ihre – wenig überraschenden – Debatten: Wie politisch ist das Ganze? Sind die Kleinen noch klein, die Großen noch groß? Wer hat den Titel verdient? All das ist einigermaßen eingeübt.
Zu den überraschenderen Überraschungen gehört dieses Thema: Religion in der Öffentlichkeit. Nach dem deutschen Auftaktsieg über Curaçao beteten Spieler beider Mannschaften gemeinsam am Anstoßkreis. Der deutsche Mittelfeldspieler Felix Nmecha begründete das so: „Wir sind im Spiel Gegner, nach dem Spiel sind wir alle Christen und Brüder. Im Ganzen glauben wir alle, dass Jesus verherrlicht wird durch das Spiel.“
Rückgang Die beiden großen Kirchen haben in Deutschland seit dem Jahr 2000 mehr als 16 Millionen Mitglieder verloren. Die Zahl der Taufen in der EKD hat sich seither halbiert, die der katholischen Gottesdienstbesuchter gedrittelt. Beide Kirchen zusammen haben noch rund 36,6 Millionen Mitglieder.
Evangelikale Zur Bewegung in Deutschland gehören nach Angaben ihres Dachverbands, der Evangelischen Allianz, rund 1,3 Millionen Menschen. Genaue Zahlen gibt es nicht; andere Schätzungen nennen eine Million. Sie sind in Landes- und in Freikirchen organisiert.
Nach dem Sieg über die........
