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Zölibat-Debatte neu entfacht: „Sie hat lange auf mich gewartet“ – Pfarrer gibt nach 37 Jahren Priesteramt auf

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26.08.2026

Zölibat-Debatte neu entfacht „Sie hat lange auf mich gewartet“ – Pfarrer gibt nach 37 Jahren Priesteramt auf

Papst Leo XIV. nach seiner Wahl auf dem Balkon des Petersdoms im Vatikan. Er will am Pflichtzölibat nicht rütteln. (Archivbild)

Analyse | Oberursel/ Düsseldorf · Weil er seine „große Liebe heiraten“ werde, hat ein katholischer Priester den Verzicht auf seine Pfarrei erklärt – mit 63 Jahren. Beim Zölibat ging es lange um nicht gelebte Sexualität. Vielleicht sind andere Fragen wichtiger.

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Plötzlich geht es wieder um den Zölibat. Um die Ehelosigkeit, zu der sich katholische Priester verpflichten. Aus offizieller katholischer Sicht ist dieser Verzicht eine Gnadengabe des Heiligen Geistes, ein sogenanntes Charisma, das Priester von anderen abheben und das Priesteramt als besonderen Weihestand auszeichnen soll. Doch kann dieses Charisma zu einer schweren Bürde werden, wenn der Entschluss, oft in jungen Jahren gefasst, nicht für ein ganzes Leben trägt.

Anlass ist diesmal der Rückzug eines katholischen Pfarrers in Hessen. Wegen einer bisher heimlichen Beziehung zu einer Frau hat Andreas Unfried nach 37 Jahren im Priesterstand auf seine Pfarrei im Taunus verzichtet. „Der Grund ist, dass ich heiraten werde“, erklärte der 63-Jährige auf der Internetseite seiner Pfarrei. Er habe dem Limburger Bischof Georg Bätzing seinen Verzicht mitgeteilt. Das Bistum erklärte, es respektiere die persönliche Entscheidung, danke Unfried „für sein jahrzehntelanges Wirken“ und wünsche ihm alles Gute. Bischof Bätzing habe von der heimlichen Liebesbeziehung nichts gewusst.

Lange Erklärung des Pfarrers über seine (späte) Entscheidung

Der Pfarrer ist nun suspendiert, wie in solchen Fällen üblich. Er wird eine Rente bekommen, verliert also Ansprüche auf die höhere Priesterpension, die ihm in knapp zehn Jahren zugestanden hätte. Und die Gemeinde St. Ursula in........

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