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Anfrage an EU-Sprecher Markus Lammert

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06.12.2025

Markus Lammert, Sprecher für Demokratie, und Justiz (Foto: Europäische Kommission)

Todesurteile in Singapur

Ein malaysischer Dichter wartet im Todestrakt von Singapur auf die Hinrichtung. Bedeutende Investments der Europäischen Union im Finanzplatz von Singapur. Doch wird Commissioner Michael McGrath auch den desaströsen Zustand der Justiz von Singapur endlich zum Thema machen. Markus Lammert ist Sprecher der Europäischen Kommission für Demokratie, Justiz und Rechtsstaatlichkeit. Er wird um eine Stellungnahme angefragt.

Herrn
Markus Lammert
Spokesperson
Democracy, Justice and the Rule of Law
Europäische Kommission

Sehr geehrter Herr Lammert,

Ich bin Journalist. Mein Schwerpunkt: Verletzung von Grundrechten. Ich bereite einen Beitrag zur Todesstrafe in Singapur vor. Ich ersuche um Stellungnahme der Europäischen Kommission.

Delegation der EU warnt vor Fehlurteilen

Die Delegation der Europäischen Union in Singapur veröffentlicht seit Jahren regelmäßig Statements zu Hinrichtungen in Singapur. Es wurden 25 Stellungnahmen von der Delegation der Europäischen Union seit 21. Februar 2020 veröffentlicht. Zuletzt erfolgte ein diesbezügliches Statement am 26. 5. 2025, betreffend die Hinrichtung von Muhammad Salleh bin Hamid am 23. Mai 2025.

In solchen Fällen bedauert die Delegation der Europäischen Union die Hinrichtung („deplore the execution“). Es wird stets betont, in variierenden Formulierungen, dass eine Fehlentscheidung der Justiz bei Anwendung der Todesstrafe nicht mehr korrigiert werden kann:
„Furthermore, any errors – inevitable in any legal system – are irreversible“.
(Delegation of the European Union to Singapore: „Joint local statement on........

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