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Wer fürchtet sich vorm Antichrist? Niemand.

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29.05.2026

Die Wiener Festwochen haben Peter Thiel eingeladen. Der Deutsch-Amerikaner, der auch die neuseeländische Staatsbürgerschaft besitzt, ist einer der sogenannten Tech Bros, einer losen Gruppe von Erfindern und Betreibern der weltgrößten Daten- und Social-Media-Unternehmen. Thiel soll im Rahmen der Festwochen an einem öffentlichen Gespräch zum Thema „Armageddon und Antichrist? Von der Theologie zur Realpolitik“ teilnehmen. Das hat einen Skandal ausgelöst, denn Thiel vertritt unter anderem antidemokratische Ideen, und sein Unternehmen Palantir beliefert die umstrittene US-Einwanderungsbehörde ICE mit Datenanalyse-Software.

Am Freitag, noch ehe diese profil-Ausgabe erscheint, findet deshalb eine Diskussion der Wiener Festwochen statt, bei der besprochen wird, ob die Veranstaltung mit Thiel stattfinden soll oder wieder abgesagt wird.

Die erbosten Gegner von Thiels geplantem Auftritt argumentieren, der Multimilliardär sei gefährlich und solle deshalb nicht gehört werden. In einem 2009 veröffentlichten Essay mit dem Titel „Die Erziehung eines Libertären“ schrieb Thiel, er glaube nicht mehr daran, dass „Freiheit und Demokratie noch länger vereinbar“ seien – und er gab der Freiheit den Vorzug. Um der politischen Ordnung zu entkommen, sah er drei........

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