Toni Faber, mein Freund Franz und das Zölibat
Das ist die Geschichte eines Freundes, nennen wir ihn Franz. Franz ist, ebenso wie Dompfarrer Toni Faber, katholischer Priester, aber anders als dieser ist er nicht prominent. Beide sind kirchenrechtlich an den Zölibat gebunden, müssen also seit ihrer Weihe ehelos und sexuell enthaltsam leben. Oder besser: Sie müssten.
Ist die Verpflichtung zum Zölibat tatsächlich stillschweigend obsolet geworden?
Die „Süddeutsche Zeitung“ porträtiert Faber in ihrer Ausgabe vom 24. Dezember und schreibt, der 63-jährige Dompfarrer erzähle überraschend offen „von seinen Partnerinnen, den verflossenen wie der aktuellen“. Er tanze sich „mit seinen wechselnden Lebensgefährtinnen durch die Bälle“. Die daran anschließende Frage der „Süddeutschen“, wie die katholische Kirche so einen aushalte, beantwortet „Standard“-Kolumnist Hans Rauscher so: Die Kirche „tut einfach so, als ob nichts wäre“. Es habe sich „im Hintergrund der Kirche offenbar etwas getan, ohne große Diskussion, ohne großes Aufsehen, ohne großes Dogma“. Ist die Verpflichtung........
