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Die Piefke als Lieblingsfeind im Sport

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05.07.2026

1. In angeblich sozialen Medien schrieb mir nach dem deutsch-paraguayischen Desaster ein mutmaßliches Männlein mit großer Reichweite, dass eine WM nur ohne überhebliche, arrogante, eingebildete Piefke schön wäre. Zum Glück fand meine Antwort mehr Zustimmung, dass es ganz mies ist, Menschengruppen aufgrund von deren Herkunft pauschal abzuqualifizieren. Ich fragte, ob er das als Rassist oder Sexist auch in anderen Bereichen tun würde. Es kam keine Antwort.

2. Trotzdem sind viele von uns, einschließlich meiner Wenigkeit, nicht frei von der Tendenz, auch bei Fußballspielen ohne österreichische Beteiligung und generell im Sport zu jedem und jeder zu halten, der oder die gegen die „pöhsen“ Deutschen antritt. Der antigermanische Jubel erfolgt mit lispelnder Stimme wie bei der Szene rund um „Schwanzus Longus“ in einem Kultfilm von Monty Python – aber voller Begeisterung.

3. Mein Schlüsselerlebnis, dass so eine Herangehensweise nicht in allen Fällen eine gute Idee ist, war die WM 1990. Ich konnte und wollte nicht zu Jugoslawien unter dem massenmörderischen Diktator Slobodan Milošević halten. Superkicker wie Boban, Prosinečki, Savićević, Stojković und Šuker hin oder........

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