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Die Nationalität im Sport als „Bäumchen wechsel dich“

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26.04.2026

1. Der Leichtathletik-Weltverband hat letzte Woche elf Sportlern einen Nationenwechsel zur Türkei verboten. Nicht als Türken starten dürfen deswegen die kenianische Ex-Weltrekordlerin im Marathonlauf Brigid Kosgei, der jamaikanische Weitspringer Wayne Pinnock ( 2023/24 zweimal Zweiter bei den Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen) und Russlands Sophia Yakushina, eine Siebenkämpferin der Extraklasse.

2. Der 147 Zentimeter große Naim Süleymanoğlu hob vor Jahrzehnten an Gewichten mehr als das Dreifache seine Körpergewichts und wurde als gebürtiger Bulgare für die Türkei dreimal Olympiasieger. Süleymanoğlus Fall zeigte die Notwendigkeit einer differenzierten Beurteilung: Er wurde durch eine „Bulgarisierungs“-Kampagne in seinem Geburtsland zu einer Namensänderung gezwungen und flüchtete. Das allerdings fädelte der türkische Geheimdienst ein, damit sich Turgut Özal als islamistischer Präsident mit dem Champion schmücken konnte. Süleymanoğlu war zudem gedopt wie eine volle Haubitze, was zwecks nationalistischer Erfolgspropaganda sowohl den Bulgaren als auch den Türken sehr recht war.

3. Anderswo werden Sportler hemmungslos eingekauft. Katars Handball-Nationalmannschaft wurde 2015........

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