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İmamoğlu ist in Haft, und Ludwig schweigt

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30.03.2025

In der Türkei gehen Tausende Menschen gegen Präsident Recep Tayyip Erdoğan auf die Straße, das Land wird von den größten Protesten seit einem Jahrzehnt heimgesucht. Nicht nur in den Metropolen demonstrieren Menschen, sogar in Rize, jener 100.000-Einwohner-Stadt an der Schwarzmeerküste, aus der Erdoğans Familie stammt. Zu unverblümt stellt Ekrem İmamoğlus Festnahme und dessen Absetzung als Istanbuler Oberbürgermeister einen Akt willkürlicher Politjustiz dar. Zu offensichtlich scheint der Vorwurf der Korruption und Terrorunterstützung ein Versuch Erdoğans, einen Rivalen aus dem Weg zu räumen.

„Er hat Angst vor mir“, sagte İmamoğlu noch vor seiner Verhaftung am 19. März. Obwohl İmamoğlu derzeit im berüchtigten Hochsicherheitsgefängnis Silivri in Einzelhaft sitzt, hat ihn seine CHP zum Spitzenkandidaten für die Präsidentschaftswahl 2028 aufgestellt.

Etliche europäische Bürgermeisterinnen und Bürgermeister solidarisierten sich mit den Protesten in der Türkei: Paris, Amsterdam, Barcelona, Mailand, Zagreb. Und Wien? Was sagt eigentlich der rote........

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