«Morgestraich, vorwärts, Marsch…»
«Morgestraich, vorwärts, Marsch…»
Als gebürtige Thalerin musste sich unsere Kolumnistin zuerst an die Basler Fasnacht gewöhnen – ihr dreijähriger Sohn hingegen kann die «drey scheenschte Dääg» kaum erwarten.
«Hängget d’Drummle-n-a! Dr Morgestraich foht a! Lueg dert mit dr lange Nase kunnt jo no e Waggis z rase. Loos wie’s Vieri schloht… Dr Morgestraich foht ah…», erklang es lauthals an meinem Bettrand.
Schlaftrunken schaute ich auf den Wecker. Es war tatsächlich mitten in der Nacht. Und da stand unser dreijähriger Sohn, war hellwach und sang das neu erlernte Fasnachtslied. Bis zur Basler Fasnacht dauert es noch rund eine Woche. Seit Tagen wird in der Kita, auf dem Spielplatz – ja in der gesamten Stadt und auch bei mir auf der Arbeit von nichts anderem mehr gesprochen. Die Kinder basteln, trommeln und üben, die Mütter nähen Kostüme und kaufen Süssigkeiten und Konfetti – respektive Räppli, wie die in Basel heissen.
Als Thalerin musste sich Nora Hoffmann erst an die Basler Fasnacht gewöhnen.
Das Fasnachtsfieber hier ist etwas, woran ich mich als Thalerin wirklich erst gewöhnen musste. Viel hatte ich über die «drey scheenschte Dääg» schon gehört, als ich vor nun zwölf Jahren erstmals dem Morgestraich beiwohnte. Ich gebe zu, dass ich positiv überrascht war und die Magie der Pfeifer, Trommler und wunderschönen Laternen auf mich........
