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Abstimmung über Heiratsstrafe: Die Ehe hält eine eigene Steuererklärung aus

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18.02.2026

Abstimmung über Heiratsstrafe: Die Ehe hält eine eigene Steuererklärung aus

Im Abstimmungskampf um die Individualbesteuerung wird mit grossen Worten operiert. Von einem «Angriff auf die Ehe» ist die Rede. Tatsächlich geht es um etwas anderes.

Eine eigene Steuererklärung bedeutet nicht das Ende der Ehe.

Die Gegner der Individualbesteuerung haben recht: Die Ehe ist eine Wirtschaftsgemeinschaft. Ein Paar entscheidet sich, den Lebensweg gemeinsam zu gehen. In guten wie in schlechten Zeiten. Ein Paar sorgt füreinander, unterstützt sich. Ehepartner sind solidarisch im Krankheitsfall, planen und sparen zusammen oder verschulden sich für den Kauf eines Hauses. Ein Paar entscheidet sich gemeinsam für ein Familienmodell, wer den Kindern schaut, wer Karriere macht. Und vielleicht wirft man diese Entscheidungen auch mal wieder gemeinsam über den Haufen. Kinder werden älter, jemand macht eine Weiterbildung, die Eltern werden pflegebedürftig. Situationen und Bedürfnisse ändern sich. Das Leben besteht auch in einer Lebens- und Wirtschaftsgemeinschaft aus verschiedenen Phasen.

Der Abstimmungskampf um die Individualbesteuerung, die am 8. März an die Urne kommt, wird intensiv geführt. Es geht um die Frage, wer mehr oder weniger Steuern bezahlt. Doch ganz fest geht es auch um Werte - und Ideologie. SVP-Nationalrätin Monika Rüegger sagte an der Medienkonferenz des gegnerischen Komitees ganz unverblümt: «Die Individualbesteuerung ist ein Angriff auf die Institution Ehe.» Sie  «zerstöre» das Fundament dieser Lebens- und........

© Oltner Tagblatt