Es gibt ein Leben nach Infantino
Daran hatten selbst die kühnsten Optimisten kaum noch geglaubt: Der europäische Fußballverband Uefa stellt sich doch tatsächlich geschlossen gegen den Weltdachverband Fifa. Zumindest vorerst, muss bei Fußballfunktionären wohl immer noch eingeschoben werden. Dennoch ist dieser Vorgang im Streit um den Verkauf von Investorenanteilen an der Weltmeisterschaft zunächst einmalig, vor allem, da die Einigkeit nicht nur symbolisch ausgesprochen, sondern auch ganz praktisch mit einer Boykottandrohung verbunden wurde.
Jahrzehntelang hieß es von Europas Nationalverbänden stets, dass man gegen die Fifa-Granden und ihre Machenschaften nichts unternehmen könne, da man selbst lediglich über etwa ein Viertel aller Stimmen im Weltverband verfüge und daher von den kleineren, aber zahlreicheren Ländern überstimmt werden würde, die Fifa-Präsident Gianni Infantino fest im Griff habe. Ganz falsch war die Analyse nicht. Tatsächlich hat der Schweizer seine Machtbasis dank diverser finanzieller Zuwendungen und die Ausweitung........
