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Macht der Superreichen: Kein Stoppschild für Oligarchen

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11.03.2026

Ab einem gewissen Level können Milliardäre machen, was sie wollen. Ihre Unternehmen können herbe Verluste einfahren – wie die von Elon Musk. Und trotzdem werden er, US-Präsident Donald Trump und andere immer noch reicher. Das liegt nicht nur, aber wesentlich an der Macht dieser Leute, die Gesetze ihrer Staaten so zu gestalten, dass sie sich so gut wie gar nicht an der Finanzierung öffentlicher Daseinsvorsorge beteiligen müssen.

In den USA unter Trump zeigen sich die Folgen der Konzentration politischer Macht in den Händen weniger Milliardäre besonders krass: Es geht rasant in Richtung Abschaffung der Demokratie. Und doch sind die Unterschiede zu Staaten wie Deutschland eher graduell als fundamental. Auch hierzulande schreiben die Lobbyisten der Superreichen und ihrer Konzerne nachweislich an Gesetzestexten mit. Auch hier verhindern demokratische Parteien, dass Milliardenvermögen angemessen besteuert werden. Stattdessen hetzen sie gegen Arme, um von den Müttern und Vätern unserer Probleme an der Spitze der Vermögenspyramide und deren stete Begünstigung durch das Steuerrecht abzulenken. Auch die einstige Arbeiterpartei SPD macht da bekanntlich mit. Derweil gehören Discounter-Könige wie Dieter Schwarz oder Angehörige der Aldi-Familie zu den Top 100 der Milliardäre der Welt, ebenso BMW-Aktionäre, ihre Vermögen wachsen seit der Coronakrise noch schneller als zuvor. Da wirkt es reichlich verlogen, wenn deutsche Politiker mit dem Finger auf ausländische Oligarchien zeigen.


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