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Keine Soldatin des nationalen Projekts

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Ein Gericht in Ägypten hat die Schließung der unabhängigen Nachrichtenseite »Mada Masr« angeordnet. Lina Attalah, die Chefredakteurin des Nachrichtenportals, wurde am Dienstag nach einem Gerichtsverfahren mehrere Stunden lang festgehalten. Das Gericht hatte sie wegen des Betriebs einer nicht registrierten Website für schuldig befunden. Attalah wurde freigelassen, nachdem »Mada Masr« die Geldstrafe in Höhe von 3 Millionen ägyptischen Pfund, umgerechnet knapp 48.000 Euro, bezahlt hatte. Es handelt sich dabei um die höchstmögliche Strafe für den Vorwurf, außerdem ordnete das Gericht die Beschlagnahmung des Besitzes von »Mada Masr« an.

Amnesty International nennt den Fall einen schweren Schlag für die Pressefreiheit in Ägypten. In der Rangliste zur Pressefreiheit der Organisation Reporter ohne Grenzen belegt das Land aktuell Platz 169 von 180. Welche Rolle der Präsident Ägyptens, Abd al-Fattah al-Sisi, Medien in seinem Land zuteilt, beschreibt die Chefredakteurin Attalah in einem Interview: »Es gibt ein nationales Projekt, das er........

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