Was die Tageszeit mit dem Unterricht macht
Was die Tageszeit mit dem Unterricht macht
Rein mathematisch dauert jede Lektion 45 Minuten. Doch Schule ist mehr als Mathe: Manche Lektionen fühlen sich an wie ein halber Tag; andere sind in gefühlt 20 Minuten durch. Ein wichtiger Umstand dabei: die Tageszeit.
Wenn alle Schülerinnen und Schüler so konzentriert sind, ist es vermutlich zwischen neun und zehn Uhr morgens.
7.30-8.15 Uhr: Es ist die erste Lektion am Morgen. Julian und Irman, die ihren ADHS-Symptomen normalerweise freien Lauf lassen, wirken plötzlich in sich gekehrt. Amalia und Linda, die sonst gerne tuscheln, sind verstummt. Selbst Janis, der selbst ernannte Klassenclown, ist seltsam still. Kurz: Nie ist es ruhiger im Klassenzimmer als in der ersten Morgenlektion. Die selbstverliebte Lehrperson sagt sich: Endlich schätzt jemand die hervorragend vorbereitete Lektion! Die selbstkritische Lehrperson hadert mit der schläfrigen Stimmung. Während die genügsame Lehrperson zwar weiss, dass kaum etwas in die Köpfe der Schüler dringt, ungeachtet dessen jedoch die besinnliche Ruhe im Klassenzimmer geniesst.
9.10-9.55 Uhr: So geht Schule! Die Jugendlichen sind noch genügend still, um zuzuhören. Gleichzeitig erwacht ihre Schaffenskraft. Auf Fragen der Lehrperson gehen etliche Hände in die Höhe; Livia stellt eine interessante Frage; Amalia und Linda gleiten hochkonzentriert durch die Übungen; sogar Gruppenarbeiten funktionieren plötzlich! Es ist die Sternstunde der Didaktik: Endlich kann man mit den Jugendlichen das tun, was man an der Pädagogischen Hochschule gelernt hat.
11.05-11.50 Uhr: Ist es der Hunger? Oder die ersten Ermüdungserscheinungen? Fakt ist: Die fünfte Lektion ist bei Lehrpersonen wenig beliebt. Der Blick der Jugendlichen richtet sich immer öfters auf die Uhr. Man glaubt, die Mägen knurren zu hören – wenn es denn nicht sein eigener ist. Der Geräuschpegel ist deutlich gestiegen. Amalia und Linda haben in ihren Quasselmodus gefunden, Julian und Irman rutschen unruhig auf ihren Stühlen umher, Janis versucht sich mit Scherzen im Plenum. Kurz: Die Konzentration hat nachgelassen; vieles muss man zwei-, dreimal erklären. Der Unterrichtsfluss ist weg. Es ist höchste Zeit für eine Mittagspause.
15.10-15.55 Uhr: Ist das noch Unterricht? Für die Jugendlichen ist es die achte Lektion des Tages. Viele sind erschöpft. Noch ist etwas Energie im Tank, doch diese fliesst nur noch im Promillebereich in den Unterricht. Julian und Irman streifen durchs Zimmer, Janis kommentiert jede Zuckung im Zimmer, Amalia und Linda finden grad alles sehr lustig. Vieles, was früher am Tag geflüstert wurde, landet im Plenum. Sogar Livias Arbeitseifer ist erlahmt. Die wohlgeformten Worte der Lehrperson verkommen zu Rumpfsätzen: «Ruhe», «still jetzt», «hallo», «pssst». Die Glocke, die für Ruhe sorgen soll, verhallt ungehört. Der Blick der Lehrperson geht immer öfters in eine Richtung: zur Uhr.
Oberstufenlehrer Roger Braun
Unser Kolumnist wurde als Quereinsteiger zum Lehrer. Hier teilt er seine Beobachtungen zum Schulalltag. In seinem früheren Leben war er Journalist.[email protected]
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