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Wohnraum: «Es braucht einen Schnitt und massive Eingriffe»

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12.04.2026

Wohnraum: «Es braucht einen Schnitt und massive Eingriffe»

Von Christian Hegglin, SP-Kantonsrat

SP-Kantonsrat Christian Hegglin über Mietpreise, die sich Zuger Durchschnittsverdienende nicht mehr leisten können.

Wohnraum ist aktuell das drängendste Problem im Kanton Zug. Die bürgerliche Mehrheitspolitik hat uns dahin gebracht, wo wir heute sind. Im Herbst sind Wahlen, und jetzt wollen plötzlich alle Fraktionen etwas beitragen: Mehr bauen, höher bauen, weniger Kontrolle und Bürokratie, weniger Wert legen auf Architektur und Schönheit und weniger Macht dem Heimatschutz. Autobahnen und Geleise überdachen und neuerdings sogar weisse Zonen schaffen, wo mit möglichst wenig Regeln viel gebaut werden darf. Das Ortsbild ist anscheinend nicht so wichtig.

Diese Vorschläge sind nicht zwingend alle schlecht - die bürgerliche Mehrheit hätte sie schon längst in Kraft setzen können, wenn da ein Wille gewesen wäre. Nur entsteht so kein günstiger Wohnraum. Es entsteht allenfalls Wohnraum für Durchschnittsverdienende. Wenn das Familieneinkommen 5000 Franken beträgt, dann kann nicht 2400 Franken für........

© Luzerner Zeitung