LMU diffamiert palästinasolidarische Aktivist:innen – wie organisieren wir den Widerstand an der Uni?
LMU diffamiert palästinasolidarische Aktivist:innen – wie organisieren wir den Widerstand an der Uni?
Die Hochschulleitung der LMU veröffentlichte gestern eine Stellungnahme zu einem Lern-Treffen von “Uni for Palestine”, in der sie die Aktivist:innen als antisemitisch diffamiert, ihnen das Betreten der Universität untersagt und mit Repressionen droht. Wir solidarisieren uns mit "Uni for Palestine" und wollen gleichzeitig inhaltliche Vorschläge liefern.
Vor einer Woche lud „Uni for Palestine“ (UfP) in München zu einer „Liberated Study Zone“ an der LMU ein, woraufhin die Universität die Veranstaltung als antisemitisch diffamierte und den Aktivist:innen mit Repressionen drohte. Die Veranstaltung, bei welcher zusammen gearbeitet und gelernt werden sollte, fand am 30. Juli statt. Die Gruppe wollte dafür eine „Liberated Zone“ an der Universität schaffen, welche antizionistisch und propalästinensisch ist, und somit einen „safe space“ darstellt. Das Ganze bezeichnet die Gruppe als eine Form des Protests, welcher weltweit von sozialen Bewegungen eingesetzt wird.
Die LMU reagierte darauf mit einem Instagram Post, in welchem sie die Aktivist:innen als vom „Verfassungsschutz“ beobachtete Antisemit:innen darstellt. Dagegen halten sie, dass die LMU ein „Ort der offenen und auch kontroversen Auseinandersetzung“ sei, sich das Präsidium jedoch gegen alle Aktivitäten stelle, „die unter dem Deckmantel der Kritik an der israelischen Militärstrategie letztlich zum Ziel haben, die LMU zu einem judenfreien Raum zu machen“. In der offiziellen Stellungnahme heißt es, die Hochschulleitung der LMU distanziere sich von “jeglichen antijüdischen Protesten”. Sie forderten die Aktivist:innen außerdem auf, das Betreten der LMU zu unterlassen und den sogenannten “Universitätsfrieden” nicht zu stören. Die Sicherheitsbehörden seien informiert.
Nach drei Jahren Genozid, mindestens 70.000 ermordeten Palästinenser:innen, viele davon Kinder, und den Angriffen auf den Iran und Libanon noch von Kritik an „israelischer Militärstrategie“ zu sprechen ist absolut menschenverachtend und positioniert die LMU klar an der Seite des völkermordenden israelischen Staats. Solange unsere Universität mit israelischen Universitäten kooperiert und diesen Genozid unterstützt, kann es keinen “Universitätsfrieden” geben. Die Palästinabewegung war nie ein “judenfreier Raum” oder “antijüdische Proteste”, im Gegenteil stehen jüdische Antizionist:innen seit Jahren an der Spitze........
