Spanischer Staat: Sánchez’ „Nein zum Krieg“ steht im Widerspruch zur Militärpolitik der Regierung
Spanischer Staat: Sánchez’ „Nein zum Krieg“ steht im Widerspruch zur Militärpolitik der Regierung
Spaniens Regierung gibt vor, den Krieg gegen den Iran klar abzulehnen. Doch die Entsendung der Fregatte „Cristóbal Colón“ und die Nutzung strategischer US-Stützpunkte stehen damit im Widerspruch.
In den letzten Tagen beharrt die spanische Regierung darauf, ihre Haltung gegenüber der Militäroffensive der USA und Israels gegen den Iran als klare Ablehnung des Krieges darzustellen. Die Weigerung, die US-Stützpunkte in Rota und Morón für Militäroperationen gegen den Iran zur Verfügung zu stellen, hat ihr eine öffentliche Konfrontation mit Trump eingebracht, doch die Entsendung der Fregatte „Cristóbal Colón“ nach Zypern steht im Widerspruch zur Antikriegsrhetorik der Regierung. Was ist dran an Pedro Sánchez’ „Nein zum Krieg“?
Vom „Nein zum Krieg“ zum Militäreinsatz im Mittelmeer
„Nein zum Krieg“, so fasste Pedro Sánchez am vergangenen Mittwoch, dem 4. März, die offizielle Position der Regierung angesichts des Konflikts der USA und Israels gegen den Iran zusammen und beschwor dabei den Geist der Mobilisierungen von 2003 gegen den Irakkrieg herauf. Einen Tag später wurde die Entsendung der Fregatte „Cristóbal Colón“ ins östliche Mittelmeer angekündigt, die die EU-Mission unter Führung des französischen Schiffes „Charles de Gaulle“ begleiten soll, nachdem eine Drohne – die der mit Iran Verbündeten Hisbollah zugeschrieben wird – den britischen Stützpunkt Akrotiri getroffen hatte.
Die Cristóbal Colón (F-105) ist eines der modernsten Kampfschiffe der spanischen Marine und das modernste Schiff der F-100-Serie, spezialisiert auf Luftverteidigung und ausgestattet mit dem AEGIS-System sowie dem SPY-1D(V)-Radar zur Erkennung und Bekämpfung vielfältiger Bedrohungen. Sie hat eine Verdrängung von rund 6.400 Tonnen, kann 48 Flugabwehrraketen, Schiffsabwehrraketen und Torpedos abfeuern sowie einen Hubschrauber betreiben, was es ihr ermöglicht, Flottenverbände zu schützen und bei NATO-Operationen als Vorhut zu fungieren. Hinzu kommt die logistische Unterstützung der Mission durch andere Versorgungsschiffe wie die „Cantabria“.
Für die spanische Regierung besteht kein Widerspruch zwischen ihrer kriegsfeindlichen Rhetorik und der Teilnahme an dieser Mission, die........
