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Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Für einen Erzwingungsstreik bei Vivantes

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25.03.2026

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit: Für einen Erzwingungsstreik bei Vivantes

Die Kolleg:innen der Tochterunternehmen des landeseigenen Berliner Krankenhausbetreibers Vivantes stehen möglicherweise kurz vor einem Erzwingungsstreik. Sie kämpfen für eine 100-prozentige Angleichung der Löhne an den Tarifvertrag des Öffentlichen Dienstes (TVöD).

Seit mittlerweile 15 Jahren kämpfen Beschäftigte von Berliner Tochterunternehmen der beiden großen Berliner Krankenhäuser Charité und Vivantes um die Angleichung ihrer Löhne an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes. Bereits im Jahr 2011 streikten die Kolleg:innen der Charité Facility Management (CFM) gut drei Monate am Stück. Seitdem gab es immer wieder teils wochenlange Streiks, in denen in kleinen Schritten die Angleichung der Löhne erkämpft werden konnte. Begonnen mit reinen Eckpunktepapieren sowie der Rekommunalisierung der CFM 2017 haben die Kolleg:innen mit einem wochenlangen Streik im Jahr 2025 die stufenweise Angleichung an den Tarifvertrag des öffentlichen Dienstes bis 2029 erkämpft. Ein Erfolg, der ohne die Ausdauer der Beschäftigten nicht möglich gewesen wäre. 

Für die Vivantes-Töchter steht dieser Kampf noch aus. Betroffen sind die fünf Tochterunternehmen von Vivantes: Die Vivantes Service GmbH (VSG), VivaClean, Speise- und Versorgungslogistik (SVL), Vivantes Reha und Vivantes MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum). Insgesamt 2.500 Beschäftigte arbeiten dort. Bereits am 9. Februar 2026 sind die Kolleg:innen zum ersten Mal in einen eintägigen Warnstreik getreten, Ende Februar haben sie sogar schon drei Tage am Stück gestreikt. Vivantes hat versucht, gegen diesen Streik gerichtlich vorzugehen.

Eine bewegte Streikgeschichte

Insbesondere die VSG blickt auf eine bewegte Streikgeschichte zurück. Zwischen 2016 und 2018 streikten die Kolleg:innen bereits mehrmals für die Angleichung der Löhne. Im Frühjahr 2018 führten sie über 51 Tage einen Arbeitskampf und organisierten währenddessen zwei große Streikdemonstrationen sowie Streikversammlungen gemeinsam mit den studentischen Beschäftigten, die parallel für einen Tarifvertrag für studentisch Beschäftigte gestreikt haben. Die Vivantes-Manager:innen drohten damals sogar mit Hausverboten und der Polizei. Ein paar Dutzend Pflegekräfte organisierten einen kleinen Solidaritätsstreik mit den Beschäftigten der VSG. Das Ergebnis damals war durchwachsen und sah unter anderem eine Anpassung der Löhne an den TVöD auf 90 Prozent bis 2021 vor. Der Kampf der Therapeut:innen der ehemaligen Vivantes-Tochter VTD sowie der Charité-Tochter CPPZ, hauptsächlich verantwortlich für Therapeutische Dienste, war hingegen erfolgreich und führte zum 1. Januar 2020 zur Wiedereingliederung beider Tochterunternehmen.

Im Jahr 2021 streikten die Tochterunternehmen mit den Kolleg:innen der Mutterkonzerne........

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