Schwerdtner vs. Eralp: Enteignen oder nicht enteignen?
Schwerdtner vs. Eralp: Enteignen oder nicht enteignen?
Die Berliner Spitzenkandidatin der Linkspartei Elif Eralp ebnet den Weg für eine Regierung mit der SPD. Dabei wackelt jetzt schon eine der drei Kernforderungen der Partei: die Enteignung großer Immobilienkonzerne.
„Immobilienkonzerne enteignen“, versprechen die Wahlplakate der Linkspartei in Berlin gerade an jeder Straßenecke. Bundesvorsitzende Ines Schwerdtner fand diesen Donnerstag klare Worte dazu: „Es wird mit der Berliner Linken in der Regierung vergesellschaftet werden. Das ist für uns gar keine Frage. Das kann ich Ihnen sehr sicher sagen“, bekräftigte sie im Podcast des Stern. Der Schwall bürgerlicher Entrüstung darüber, wie man es wagen könne, noch vor den Koalitionsverhandlungen klare Bedingungen aufzustellen, ließ nicht lange auf sich warten. Das hinderte freilich SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach nicht daran, gegenüber dem RBB seine eigene Haltelinie unmissverständlich zu markieren: „Ich werde in keine Koalition eintreten, die Enteignung zur Voraussetzung macht.“
Elif Eralp, die Berliner Bürgermeisterkandidatin der Linkspartei, sah sich dem Tagesspiegel gegenüber sogleich gezwungen, zurückzurudern: „Wir haben immer gesagt, dass das für uns ein zentraler Aspekt ist. Nichts anderes hat auch die Bundesvorsitzende gesagt. Wir werden in Berlin nach der Wahl mit den möglichen Koalitionspartnern in Gespräche gehen........
