Krieg dem Frieden
Noch bevor der ultrarechte Multimillionär Abelardo de la Espriella am 7. August sein Amt als Präsident Kolumbiens antritt, hat er einen politischen Kurswechsel angekündigt, der den weltweit begrüßten Friedensprozess zwischen ehemaligen Guerillaeinheiten und der Regierung beenden und das Land außenpolitisch erneut zum Vasallen der USA machen wird.
Als erstes werde die künftige Regierung ihre Botschaften in Nicaragua und Kuba schließen, teilte der designierte Außenminister Omar Bula Escobar am Wochenende mit. Unter dem rechten Staatschef Juan Manuel Santos und dem progressiven Präsidenten Gustavo Petro war Havanna noch der wichtigste Schauplatz und ein Garant der Friedensverhandlungen zwischen dem kolumbianischen Staat und Guerillagruppen wie der FARC und der ELN. Unter anderem musste Kuba dafür 2021 auch mit der Wiederaufnahme in die Terrorliste der USA büßen.
Doch die Schließung der Botschaft und das Ende der kubanischen Vermittlerrolle bilden nur den........
