Fremde Federn
Wladimir Putin hat seinen Auftritt beim Petersburger Wirtschaftsforum am Freitag ein weiteres Mal genutzt, um auf die wachsende Rolle der BRICS-Länder für die Weltwirtschaft hinzuweisen. Sie hätten nach Zahlen der Weltbank in den letzten fünf Jahren für 49 Prozent des globalen Wirtschaftswachstums gesorgt, ihr Sozialprodukt stehe kaufkraftbereinigt für 40 Prozent der globalen Wirtschaftsleistung gegenüber knapp 30 Prozent in den G7-Staaten. Weiter ins Detail ging Putin nicht, sonst hätte er einräumen müssen, dass der russische Anteil an diesen Kennziffern deutlich weniger imponierend ist und sich die Erfolgsbilanz der BRICS-Staaten wesentlich aus dem Wachstum in China und Indien zusammensetzt.
Putin wäre kein Politiker, wenn er nicht Zahlen in seinem Sinne schönen würde. Worauf es ihm ankam, war, der blühenden BRICS-Sphäre das Bild eines stagnierenden »alten Westens« und vor allem der EU........
