Besser tief durchatmen
An wie vielen Fronten kann man eigentlich gleichzeitig einen Wirtschaftskrieg führen? Das ist die Frage, mit der sich derzeit die EU befasst. Ihren Wirtschaftskrieg gegen Russland führt sie völlig ungehemmt; er hat Deutschland und weitere Staaten bislang vor allem den Zugang zu preisgünstigem Erdgas gekostet. Ihr Wirtschaftskrieg mit den USA schwelt vor sich hin; er kostet die EU laut Schätzungen von Experten im Europäischen Parlament 0,2 bis 0,8 Prozent ihrer Wirtschaftsleistung. Und dann wäre da noch der Wirtschaftskrieg gegen China, der ebenfalls – noch – eher schwelt als offen entbrannt ist. Schon seit längerer Zeit drängen manche, vor allem Frankreich, darauf, ihn umgehend voll zu entfesseln, neue Zölle gegen Importe aus der Volksrepublik zu verhängen, Einfuhrquoten festzulegen. Es gibt Widerstand, besonders aus Spanien, das gegenwärtig auf Konfliktkurs mit der Trump-Regierung geht und daher auf eine engere Kooperation mit China setzt. An diesem Montag soll weiter verhandelt werden;........
