menu_open Columnists
We use cookies to provide some features and experiences in QOSHE

More information  .  Close

Triumph des Machbaren

9 0
monday

Dass die KPÖ mit der beliebten Bürgermeisterin Elke Kahr an der Spitze die Grazer Gemeinderatswahlen abermals gewinnen würde, war allgemein erwartet worden. Mit einem Zugewinn von sieben Prozent hatte dann allerdings doch niemand gerechnet. Als die KPÖ vor fünf Jahren zur stärksten politischen Kraft in der steirischen Landeshauptstadt avancierte, hofften die politischen Gegner noch, dass das Wahlvolk sich einmalig verwählt und nur nach einem Ventil gesucht habe, um gegen den langjährigen Bürgermeister Siegfried Nagl (ÖVP) und seine so teuren wie sinnlosen Prestigeprojekte zu protestieren. Aber die Grazer KPÖ war nie bloß eine Protestpartei. Aufgrund des Proporzsystems ist sie schon seit den 1990er Jahren an der Stadtregierung beteiligt, Elke Kahr konnte sich als Wohnbau-, später als Verkehrsstadträtin profilieren, ehe sie die Stadtregierung anführte, mit den Grünen und der SPÖ als Koalitionspartner.

Auch in diesem Wahlkampf haben die Boulevardmedien wieder tief in die........

© Junge Welt