Boykottaufruf: 80 Filmschaffende gegen die Berlinale
18. Februar 2026 – 1. Adar 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Boykottaufruf: 80 Filmschaffende gegen die Berlinale
Rund 80 Filmschaffende, darunter Tilda Swinton, Nan Goldin und Javier Bardem, werfen der Berlinale in einem offenen Brief Zensur vor und rufen zum Boykott auf
18.02.2026 13:11 Uhr
Dutzende Filmschaffende werfen den Internationalen Filmfestspielen Berlin eine mangelnde Positionierung im Israel-Hamas-Krieg in Gaza vor. Bekannte Namen wie der von Schauspielerin Tilda Swinton und ihrer Kollegen Nan Goldin und Javier Bardem sind unter einem öffentlichen Brief zu finden, den das Branchenblatt »Variety« veröffentlicht hat.Die Rede ist von einem »institutionellen Schweigen der Berlinale zum Völkermord an den Palästinensern«. Dagegen habe sich das Festival zu Gräueltaten im Iran und in der Ukraine klar positioniert. In dem Schreiben werden mehrfach das Palestine Film Institute und Workers for Palestine zitiert, die den Richtlinien des Boycott, Divestment, and Sanctions (BDS) folgen, die Vorlagen für derartige Aktionen bereitstellen.
Kritik an Wim Wenders
Israel streitet ab, im Gazastreifen einen Völkermord zu begehen. Das ist auch die Position der Bundesregierung. Vor dem Internationalen Gerichtshof (IGH) in Den Haag läuft eine von Südafrika angestrengte Genozid-Klage gegen Israel. Auf der 76. Berlinale ist es immer wieder zu politischen Aktionen mit Bezug zum Nahostkonflikt gekommen. Nachdem eine........
