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Zusammenstehen - mehr denn je

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thursday

02. Juli 2026 – 17. Tamus 5786

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Zusammenstehen - mehr denn je

Tausende Athletinnen und Athleten aus aller Welt feiern bei der Eröffnung in Jerusalem jüdische Identität, Sport und Solidarität – gerade in Zeiten wachsender Unsicherheit

Es ist kunterbunt an diesem Abend. Das Teddy-Stadion in Jerusalem strahlt in unzähligen Farben. Auf vielen Wangen kleben Davidsterne, manche mit Glitzer verziert, auf anderen sind die Nationalfarben ihrer Heimatländer gemalt. Bunte Trainingsjacken, Fahnen, Schals und selbstgemalte Schilder bestimmen das Bild. Überall strahlende Gesichter. Sportlerinnen und Sportler liegen sich in den Armen, winken auf die Tribünen, machen Selfies und tanzen zur Musik. Familien jubeln, Kinder sitzen auf den Schultern ihrer Eltern und versuchen, einen Blick auf die Parade zu erhaschen. Die 22. Makkabiade hat begonnen.

Dabei war lange nicht klar, ob sie überhaupt stattfinden würde. Wegen des Krieges gegen den Iran war sie von 2025 auf das nächste Jahr verschoben worden. Noch bis vor wenigen Wochen stand nicht fest, ob die Delegationen aus aller Welt tatsächlich ihre Reise nach Israel antreten können. Die Australier hätten bis vor fünf Tagen nicht gewusst, ob sie dabei sein werden, sagt Moderator Assi Azar.

Sie feiern jüdische Lebensfreude pur

Doch jetzt sind sie da. Und mit ihnen jüdische Lebensfreude pur. Rund 8.000 jüdische Athletinnen und Athleten aus 45 Ländern feiern bei der Eröffnung am Mittwochabend nicht nur den Beginn der Wettkämpfe. Sie feiern sich selbst – und das Gefühl, Teil einer weltweiten jüdischen Gemeinschaft zu sein. Die Spiele, die bis zum 13. Juli in 45 Sportarten ausgetragen werden, stehen dieses Mal unter dem Motto »Mehr denn je«.

Seit ihrer Premiere 1932 – noch vor der Gründung des Staates Israel – bringt die Makkabiade jüdische Sportler aus aller Welt zusammen. In diesem Jahr ist sie für viele mehr als ein Sportfest: Sie ist klares Zeichen, dass jüdisches Leben trotz Krieg, wachsendem Antisemitismus und Unsicherheit in aller Welt weitergeht. »Am Israel Chai«, hört man an diesem Abend überall.

»Wir haben die ganze Familie mit dabei«, sagt Andrea Gartner und strahlt über das ganze Gesicht. Sie gehört mit ihrem Mann und den beiden Kindern zu der rund 600-köpfigen Delegation aus Brasilien. »Wir sind einfach nur glücklich, dabei sein zu können. Seit über einem Jahr haben wir über........

© Juedische Allgemeine