Wer hat Angst vorm Winter?
31. August 2026 – 18. Elul 5786
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Wer hat Angst vorm Winter?
Vor den Wahlen wächst im Likud die Sorge vor Ofer Winter. Der Ex-General will das rechte Lager verändern und unterstützt trotzdem Netanjahu als Premier
Wer hat Angst vorm Winter? Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat am Wochenbeginn wieder vor den neu gegründeten Parteien des rechten Spektrums gewarnt, die seiner Meinung nach »den rechten Block zerstören könnten«. Den will der Ministerpräsident bei den kommenden Wahlen zur 26. Knesset am 27. Oktober verteidigen.
Besondere Sorge machen ihm offenbar zwei Parteien: Einheit (Ha’Achdut), gegründet vom ehemaligen Likud-Politiker Gilad Erdan, und Volk Israels (Amcha Yisrael), eine neue Partei, die der ehemalige General Ofer Winter ins Leben gerufen hat. Außerdem gibt es Israel First von der Knessetabgeordneten Sharren Haskel, zu der auch der ehemalige Spion Jonathan Pollard gehört.
Alle drei sind rechtsgerichtete Parteien, wobei Winters Amcha Yisrael am klarsten national-konservativ und religiös geprägt ist. Israel First bezeichnet sich als eher liberal-national. Erdans Einheit wird als gemäßigt-rechts oder bürgerlich-national eingeordnet.
Generell gibt es in Israel viele Splitterparteien. Bei den vergangenen Parlamentswahlen am 1. November 2022 waren 39 Parteien angetreten, nur zehn überschritten letztlich die Hürde von 3.25 Prozent zum Einzug in die Knesset. Bislang haben sich für die bevorstehende Wahl 18 Parteien angemeldet. Die endgültige Zahl wird am 8. September bekanntgegeben, dem Stichtag für die Einreichung der Listen.
Stimmen für Parteien, die es nicht in die Knesset schaffen, sind verloren
In einem Video auf Instagram hatte Netanjahu harsche Worte für diese neuen rechten Parteien, die »die Stimmen der Koalition verbrennen«. Damit meint er, dass Stimmen für Parteien, die den Einzug ins Parlament nicht schaffen, für eine mögliche Koalition verloren sind. Den meisten Umfragen zufolge werden tatsächlich weder Ha‘Achdut noch Amcha Yisrael oder Israel First die Wahlhürde überwinden.
Eine weitere durchaus realistische Sorge ist die, dass Partner der jetzigen Regierungskoalition Netanjahus es nicht mehr in die Knesset schaffen werden. Allen voran der........
