Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern
02. Juni 2026 – 17. Siwan 5786
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Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern
Sauna der Toleranz - aber nur ohne Davidstern
Zwei Frauen werden in Barcelona wegen eines jüdischen Symbols verhört, als »Zionistinnen« aussortiert und schließlich hinausgeworfen – im Namen einer Offenheit, die sich selbst ad absurdum führt
Zwei Frauen wollen in Barcelona in eine Sauna. Eine trägt eine Kette mit einem Davidstern. Das reicht. Sie werden politisch verhört. Müssen erklären, wie sie zum Zionismus stehen, sich rechtfertigen. Am Ende werden sie rausgeworfen.
Man stelle sich vor, wenn Menschen wegen eines Kreuzes, eines Halbmonds oder eines T-Shirts mit Regenbogen an der Tür abgewiesen würden ... Beim Davidstern aber gilt für viele heute eine andere Logik.
Die Betreiber der Sauna haben sich entschuldigt. Schön. Aber die Entschuldigung ist nicht die Geschichte. Die Geschichte ist, dass Menschen glauben, sie handeln moralisch richtig, wenn sie andere selektieren und an den Pranger stellen. Das ist das eigentlich Verstörende. Denn niemand sagte dort: »Wir diskriminieren heute mal ein paar Juden.« Oder besser Jüdinnen – denn politische Korrektheit muss schon sein.
Der moderne Antisemit glaubt oft, er sei das genaue Gegenteil eines Antisemiten.
Der moderne Antisemit glaubt oft, er sei das genaue Gegenteil eines Antisemiten.
Nein, stattdessen hält man sich für besonders aufgeklärt. Und überaus sensibel. Man ist ja schließlich für den Underdog, ein Kämpfer gegen........
