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Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

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22. Oktober 2026 – 11. Cheschwan 5787

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Netanjahu-Vertrauter rechnet mit Likud ab

Der langjährige Likud-Politiker Zachi Hanegbi will am 27. Oktober erstmals seit fast 50 Jahren nicht für den Likud stimmen. In einem Zeitungsbeitrag nannte der 69-Jährige die Gründe

Fast 50 Jahre lang wählte Zachi Hanegbi den Likud. Einige Male kandidierte er selbst für die Partei.

Doch jetzt zieht der langjährige Verbündete von Likud-Chef Benjamin Netanjahu einen Schlussstrich: Bei der Knessetwahl am 27. Oktober will Hanegbi für Avigdor Liebermans Partei Yisrael Beitenu stimmen. In einem Meinungsbeitrag für das Nachrichtenportal »Ynet« rechnet der ehemalige nationale Sicherheitsberater mit seiner alten Partei ab – und erklärte, warum er sich nicht länger zu ihr zählt.

»Seit einiger Zeit werden die Stimmen innerhalb der Rechten, die ich als verstörend empfinde, immer lauter«, so Hanegbi. Nicht alle würden die Prinzipien widerspiegeln, an die er glaube. »Ich gehöre nicht zur messianischen Rechten. Ich gehöre auch nicht zur rassistischen Rechten. Und ich gehöre nicht zu einer Rechten, die ihre ideologischen Gegner verachtet«, schrieb er mit Blick auf Handlungen und Ansichten von Netanjahus rechtsextremer und ultraorthodoxer Regierungskoalition.

»Ebenso wenig gehöre ich zu einer Rechten, die angesichts von Wellen nationalistischer Kriminalität schweigt, geschweige denn deren weitreichende Folgen herunterspielt. Ich identifiziere mich auch nicht mit dem Wunsch, Institutionen der Strafverfolgung zu zerschlagen, um die Regierungsführung zu ›stärken‹.«

Hanegbi hat kein Verständnis für Wehrdienstverweigerer

»Vor allem fällt es mir schwer zu verstehen, wie Rechte ihre Unterstützung dafür rechtfertigen, einem großen Teil der Bevölkerung eine umfassende Befreiung vom Militär- und Zivildienst zu gewähren«, kritisierte der ehemalige Sicherheitsberater. »Solange rechte Parteien die Augen davor verschließen, dass ihre politischen Partner dazu aufrufen, Einberufungsbescheide der Armee in die Toilette zu werfen und sich heiser schreien mit den Worten: ›Wir........

© Juedische Allgemeine