Ein neuer Likud?
18. August 2026 – 5. Elul 5786
AboAngebote PrintAbo-Service
AboAngebote PrintAbo-Service
Eli Cohen liegt bei den Vorwahlen auf Platz eins – und die umstrukturierte Liste zeigt, wie umkämpft die Partei vor der Knesset-Wahl ist
Der Likud hat gewählt – und zwar für eine Umstrukturierung. Energieminister Eli Cohen sicherte sich mit mehr als 3.000 Stimmen Vorsprung vor Knesset-Sprecher Amir Ohana den ersten Platz auf der Liste der rechtskonservativen Regierungspartei. Während Cohen als klarer Sieger hervorging, konnten mehrere amtierende Minister keine realistischen Positionen für die nächste Knesset holen.
Der Politikanalyst Aviv Bushinsky kennt die Partei gut. Neun Jahre lang war er selbst Berater von Premierminister und Likud-Vorsitzendem Benjamin Netanjahu. Er weiß, wie wichtig das Event war. »Netanjahu persönlich wollte diese Primaries nicht, weil er die Kandidaten selbst bestimmen wollte. Aber so ist nun einmal die Satzung.« Bei den meisten anderen Parteien entscheidet generell der Vorsitzende, wer auf die Liste kommt, entsprechend der »Atmosphäre des Moments«, erläutert Bushinsky. »Entweder braucht es mehr Generäle, mehr Frauen, mehr Äthiopier… Was auch immer gerade dem Zeitgeist entspricht.«
Für den Premier stellen die Vorwahlen sowohl eine Chance als auch eine Herausforderung dar. Zwar hat er sich neun Listenplätze für seine Favoriten vorbehalten, doch die landesweite Wahl zeigte, dass Likud-Mitglieder die Zusammensetzung der künftigen Fraktion im Parlament maßgeblich beeinflussen. Und so wird das Ergebnis vom Montag den politischen Charakter des Likud bis zur Wahl am 27. Oktober maßgeblich prägen. Denn es geht um die Frage, welche von Netanjahus Verbündeten im Zentrum der Partei bleiben und wer stattdessen an den politischen Rand gedrängt wird.
Eli Cohen, Amir Ohana, Yariv Levin, Miri Regev, Ofir Katz, Yoav Kisch, Miki Zohar, Almog Cohen, Amichai Chikli und David Amsalem belegten die ersten zehn Plätze.
Viele Minister werden es schwerhaben, in die Knesset einzuziehen
Almog Cohen, der nach seinem Austritt aus der rechtsradikalen Partei Otzma Yehudit erstmals für........
